Von Alina Grinda

Es ist die vorlesungsfreie Zeit. In vielen Studienfächern steht die Abgabe von Hausarbeiten an. Doch viele Studierende quälen sich damit. Oft ist es doch so: Das Thema der Arbeit steht und die Literaturrecherche ist weitgehend abgeschlossen. Jetzt geht es darum, das Ganze „nur“ noch aufzuschreiben. Also klappen wir den Laptop auf, öffnen das Schreibprogramm und halten inne. Vom Bildschirm starrt uns die grelle weiße Seite an. Schon beginnt das Gedankenkarussell: Habe ich wirklich alle einschlägigen Titel gelesen? Wo fange ich an? Was wäre ein guter Einstieg?

Die sprichwörtliche Angst vor dem weißen Blatt hat zugeschlagen. Der Anblick des unbeschriebenen Word-Dokumentes kann schon mal Überforderung auslösen: Wir prokrastinieren. Dabei wäre es so viel entspannter, wenn man sich rechtzeitig überwinden würde, um Abgaben ohne Druck erledigen zu können und danach die Semesterferien auch wirklich mal als solche zur Verfügung zu haben.

Wir haben uns umgehört und festgestellt, dass es sehr unterschiedliche Methoden und Tricks gibt, um die Schreibblockade zu lösen. Hier ist ein kleines Best-of.

Annika studiert Geschichte und Kunstgeschichte. Ihr ultimativer Tipp:
„Hausarbeiten können oft zu ernst wirken – plötzlich steht man davor und soll etwas Wissenschaftliches produzieren. Mir hilft es, die Ernsthaftigkeit und den Druck aus dem Arbeitsbeginn rauszunehmen und auf diese Weise das Schreiben Stück für Stück flüssiger werden zu lassen: Meine zuerst verwendete Schriftart ist Comic Sans.“

Einen anderen kreativen Weg hat Fabiene für sich gefunden. Sie studiert Geschichte, Fachjournalistik und Politikwissenschaften: „Ich schreibe zuerst alle Gedanken in einer Mindmap auf und markiere dann farblich was zusammengehört. Mit bunten Bildern lässt es sich besser arbeiten. Es macht dann mehr Spaß, weil es fröhlich aussieht.“

Yee Cheng setzt ebenfalls auf Struktur durch Mindmaps:
„Ich fange immer erst mal mit der Gliederung an und mache auch oft eine Mindmap, damit ich weiß, was ich schreiben will. Manchmal hilft es auch, an einem anderen Ort als normalerweise zu arbeiten. Ansonsten brauche ich einfach den Zeitdruck.“ Dieser andere Ort kann die WG-Küche oder auch die UB sein, sagt die Promotionsstudentin.

💡 WICHTIGE INFOS 💡

Professionelle Hilfe bei Schreibblockaden und Antworten zum Thema wissenschaftliches Schreiben bietet übrigens die Individuelle Schreibberatung des Zentrums für fremdsprachliche und berufsfeldorientierte Kompetenzen (ZfbK). Im Anmeldeformular dazu können Studierende Angaben machen, welche Themen ihnen besonders helfen würden. Die Terminbuchung zur Schreibberatung findet ihr hier: https://www.uni-giessen.de/de/fbz/zentren/zfbk/afk/schreibberatung/schreibberatung1/anmeldebogen_link

Luna studiert im Master anglophone Studies und sucht noch nach der optimalen Strategie:
„Was mir beim letzten Mal sehr viel geholfen hat, war schon beim Recherchieren meine ersten Ideen aufzuschreiben. Auch wenn es nur kurze Sätze sind. Wenn es dann ans Schreiben geht, wird man nicht erst mit der leeren Seite konfrontiert, sondern es gibt direkt einen Anhaltspunkt im Dokument. Und etwas, was man nie genug sagen kann: Sucht euch einen Hausarbeits-Buddy!“

Fachjournalistikstudent Niklas geht ähnlich an die Sache ran:
„Ich mache Stichpunkte mit dem, was ich grob schreiben will. Und dann ist es immer ein gutes Gefühl, wenn man Stichpunkte, die man abgearbeitet hat, durchstreichen kann.“

Was kennt ihr für Tricks beim Thema Hausarbeiten? Teilt eure Tipps in den Kommentaren!

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